Anti-Atom Proteste haben Wirkung gezeigt

Umwelt- und Naturschützern war schon seit jeher mehrheitlich klar, dass der Ausstieg aus der Atomenergie erfolgen muss. Erfreulicherweise blieb es aber nicht nur beim bloßen Verständnis, viele Atomkraftgegner sind lautstark auf die Straßen gegangen und haben somit ihren persönlichen Beitrag zum Ausstieg und somit auch zur Energiewende geleistet.

Es war wichtig, Stellung zu beziehen und an Kundgebungen teilzunehmen. Vor allem der Politik konnte so klar gemacht werden, dass nicht nur wenige Individuen gegen die Atomkraft sind, sondern sich große Teile der Bevölkerung gegen den Betrieb von Atomkraftwerken aussprechen. Allerdings war die Wirkung überschaubar. Die Proteste wurden wahrgenommen, so richtig einlenken wollte die Politik jedoch nicht.

Wandel kam erst nach Fukushima

Das große Umdenken kam erst mit dem Unglück in Fukushima. Die ganze Welt war entsetzt, als es in einer Technologienation wie Japan zu einem solch großen Unglück kam. Plötzlich wurde die Sicherheit der Atomkraft in Frage gestellt und auch die Kanzlerin lenkt ganz schnell ein. Viele Gegner der Atomkraft, die etliche Jahre lang eifrig protestiert hatten, konnten es kaum fassen.

Es ist noch ein weiter Weg

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossen, wodurch ein entscheidender Grundstein für die Energiewende gelegt wurde. Allerdings ist diese noch lange nicht abgeschlossen, tatsächlich steht Deutschland noch ganz am Anfang. Schließlich befinden sich noch zahlreiche Atommeiler im Betrieb, sodass immer noch eine Gefahr von ihnen ausgeht. Zumal noch nicht klar ist, was mit dem ganzen Atommüll geschehen soll.

Besonders die Menge an radioaktiven Abfällen wird gerne unterschätzt. Es ist keinesfalls nur so, dass unzählige Tonnen an Abfällen bei der Stromerzeugung angefallen sind. Ein weiteres Problem sind die Kraftwerke selbst. Große Teile der Reaktoren sind verstrahlt und müssen daher aufwendig entsorgt werden. Der Rückbau eines Kraftwerks kann Jahrzehnte dauern und ist äußerst kostspielig. Schon jetzt wird befürchtet, dass diese Kosten nicht von den ehemaligen Betreibern, sondern von der Bevölkerung getragen werden müssen.

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